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Wie verhält sich mein Tattoo bei Gewichtsveränderungen?

Das passiert mit deinem Tattoo, wenn dein Körper sich verändert

Wir alle kennen die ständigen Gedanken, Probleme und Vorurteile rund um das Gewicht. Zu dick, zu dünn, zu groß, zu unproportioniert, zu unmuskulös. Über diese gesellschaftlichen Idealbilder, um die meiner Meinung nach viel zu viele Gedanken und Zeit verschwendet werden, geht es heute auch gar nicht, sondern darum, wie sich ein Tattoo bei einer Gewichtsab- oder zunahme entwickelt. 

Radikale Gewichtszunahme 

Die Haut dehnt sich bei einer starken Gewichtszunahme wie ein Luftballon und kann ein Motiv eventuell verzerren. Wobei sich das Volumen eines Luftballons gleichmäßig verteilt, während unsere Haut sich unproportional und individuell abhängig vom Körperbau einer Person verändert. Das gilt allerdings nur bei sehr drastischen Zunahmen über mehreren 10 Kilos und an Stellen, an denen sich das Fett besonders ansetzt. Die Oberarme, der Bauch, Hüfte und die Oberschenkel sind hier besonders anfällig und geben deinem Tattoo Grund zur Besorgnis. Allerdings hat das wiederum auch viel mit der Beschaffenheit deiner Haut und dem Bindegewebe zu tun. Dies ist gut erkennbar an Dehnungsstreifen, die viele Menschen aufgrund von Gewichtsab- oder zunahme bekommen, da die Haut sich nicht so schnell mitbilden konnte. An diesen Stellen hätten es auch Tattoos schwer, bei einer radikalen und schnellen Gewichtsveränderung mitzuhalten.  

Gewichtsabnahme 

Wieder reden wir hier von einer sehr drastischen Gewichtsabnahme, die oft überschüssige Haut der Betroffenen zur Folge haben kann. Am Bauch, den Oberschenkeln und Oberarmen ist dieses Leiden besonders häufig und kann oftmals nur durch einen chirurgischen Eingriff korrigiert werden. Darunter würde dann natürlich auch ein Tattoo an der betroffenen Stelle sehr leiden. Wenn der Wunsch nach einer starken Gewichtsabnahme besteht, achte darauf, dass diese nicht zu radikal und schnell erfolgt, in Verbindung mit Sport vollzogen wird und eine ausgewogene Ernährung enthält. So gibst du deiner Haut Zeit sich zurückzubilden, es entstehen keine Dehnungsstreifen und überschüssige Haut wird vorgebeugt. 


Muskelaufbau 

Du hast Tattoos und willst deinen Bizeps aufpusten und das Sixpack härten, hast aber Angst wie sich dein Tattoo verhält? Keine Sorge. Bei einem Muskelaufbau ist es unrealistisch, dass sich dein Tattoo verzieht, da sich der Umfang im Vergleich zu einer Gewichtszunahme, welche ausschließlich eine Erhöhung des Fettanteils zur Folge hat, nicht allzu stark verändert. Dasselbe gilt, wenn du keine Lust mehr hast, jeden Tag ins Fitnessstudio zu rennen und der Muskel abgebaut wird.  

Schwangerschaft 

Klar, bei einer Schwangerschaft dehnt sich die Haut am Bauch besonders stark und würde auch ein Tattoo an dieser Stelle „mitziehen“. Ob und wie sich dieses nach der Schwangerschaft zurückbildet kann man wieder nicht verallgemeinern, da das Bindegewebe der jeweiligen Frau entscheidend für die Rückbildung ist. Problematisch wird es allerdings, wenn die Haut am Bauch während der neun Monate reist und sich Narben bilden, die dann im Motiv zu Löchern und Rissen führen. Dennoch ist dies kein Weltuntergang und kann nach erfolgreicher Rückbildung des Bauches durch ein Nachstechen beim Tätowierer des Vertrauens korrigiert werden. Um Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen ist eine regelmäßige Pflege mit Hilfe von entsprechenden Cremes und Ölen ratsam und kann dabei helfen, dass deine Tattoos auch nach der Schwangerschaft ein echter Hingucker bleiben.   

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