Quelle: Instagram: @tikkatattoo
In(k)spiration

Mandala Tattoos

Die Bedeutungen der „heiligen Geometrie“

Durch die symmetrische Anordnung der Elemente sollen Ruhe und Harmonie beim Betrachter ausgelöst werden. Wer das schafft? Sicher nur die Mandala Tattoos! 
 
Aus dem Sanskrit übersetzt lässt sich das Wort „Mandala“ als „Kreis“ ableiten, um den sich alles dreht. Alles konzentriert sich also auf einen Mittelpunkt, von dem sich ein gesamtes Kunstwerk aufbaut. Dieses besteht aus den verschiedensten Formen, Figuren und Elementen, die oftmals nicht alle sofort für den Betrachter erfassbar sind. Egal ob als spirituelles Tattoo, zeitloses Schaubild oder einfach als Vorlage zum Ausmalen: Mandala Tattoos sind ein begehrtes Motiv. 

Quelle: Instagram: @tikkatattoo
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Herkunft

Die Darstellung der Mandalas reicht schon ca. 25 bis 30 tausend Jahre zurück, denn diese wurden bereits auf alten Felsenzeichnungen der Indianer und südamerikanischen Inkas gefunden. Auch im Mittelalter findet man die Muster in Sakralbauten, Kirchenmalereien und -fenstern wieder. 
 
Besonders bekannt sind Mandalas allerdings in den Weltreligionen des Buddhismus und Hinduismus. Dort dienen sie als wichtiges Meditationsobjekt und wurden für religiöse Rituale verwendet. Auch heute ist die Darstellung und Verwendung in fernöstlichen Ländern noch sehr weit verbreitet. Gerade, weil Mandalas eine religiöse Bedeutung innewohnt, wird hier häufig von „heiliger Geometrie“ gesprochen. 

Allgemeine Bedeutung

In der Esoterik glaubt man, dass Formen und Farben das menschliche Unterbewusstsein und somit auch die Psyche beeinflussen. Ein Mandala hat dabei entweder eine eher runde oder quadratische Form und ist mit vielen weiteren geometrischen Formen bestückt. Diese können Ornamente, Tiere, abstrakte Wesen oder religiöse Symbole sein. So finden sich viele Komponenten auch repetitiv in anderen Mandalas wieder.  
 
Der Kreis symbolisiert hierbei in vielen Kulturen die eigene Seele und den Kosmos. Viele geometrische Elemente haben so ebenfalls ihre eigenen Bedeutungen, die im Beitrag zu den Geometric Tattoos zu finden sind.

Quelle: Instagram: @tikkatattoo
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Bedeutung der Farben

Schwarz und Grau: Erneuerung, Mysterium, Tod & Verlassenheit 
Weiß: Reinheit, Licht & Leere 
Rot: Liebe, Kraft, Leidenschaft, Mut & Wut 
Blau: Frieden, Gelassenheit, Entspannung, Langeweile, Lähmung 
Gelb: Heiterkeit, Erleuchtung, Weisheit, Angst & Selbstüberschätzung 
Grün: Natur, Wachstum, Hoffnung, Macht, Ehrgeiz & Unehrlichkeit 
Violett: Inspiration, Spiritualität, Magie, Melancholie, Ehrgeiz & Leid 

Bedeutung von Zahlen

Als ein weiterer Teil der Geometrie lassen sich Zahlen ebenfalls in Mandala Tattoos wiederfinden: 

  • Die Zahl Eins kann für Gott, das menschliche Individuum selbst oder für den Anfang und Ursprung stehen 
  • Ruhe, Vitalität, Antrieb und Selbsterkenntnis wird in der Drei wiedergefunden 
  • Die Zahl Fünf kann für die innere Mitte und für Liebe stehen sowie für Ying und Yang 
  • Für Gleichgewicht, Harmonie und Wiedergeburt ist die Acht repräsentativ. Am bekanntesten ist sie aber wohl als Symbol für Unendlichkeit 
  • Als Symbol für Chaos, Übergang und Konflikte wird die Elf genutzt 

Mandala Motiv: die Lotus Blume

Lots Tattoo auf dem Unterarm
Quelle: Instagram @lyia_tattoo

Besonders beliebt sind bei Frauen Blumen und Blüten Mandalas. Hier ist wohl die „Blume des Lebens“ das bekannteste Motiv, welches aus insgesamt 19 Kreisen ein Gesamtbild ergibt. Da auch Blumen eine gewisse Symmetrie ausstrahlen, eignen sie sich besonders gut für Mandala Designs. Zur Inspiration wird hier deshalb häufig auf die Lotus Blume zurückgegriffen, welche als ein Symbol für Reinheit und Treue gilt. Im Buddhismus steht sie für den Weg vom Menschlichen zum Göttlichen.

Moderne Interpretation

Heute funktionieren die Mandala Tätowierungen losgelöst von ihren ursprünglichen religiösen Bedeutungen und sind weniger damit verbunden. An Stelle dessen dienen sie meist rein ästhetischer Körperkunst mit dekorativem Charakter. 

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