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Tattoos in Folie packen: Wie lange?

Wie lange sollte man sein Tattoo mittels Folie schützen?

Nachdem dein Tätowierer sein Kunstwerk fertiggestellt hat, wird die tätowierte Stelle zunächst desinfiziert, vorsichtig mit einem sterilen Tuch abgewischt, mit einer Wund- und Heilsalbe eingeschmiert und schließlich sorgfältig in Folie gepackt. Dabei handelt es sich meistens tatsächlich um herkömmliche Frischhaltefolie, wie du sie in jedem Supermarkt bekommst.
Das Tattoo in eine schützende Folie einzuwickeln ist notwendig, weil dein Tattoo zu diesem Zeitpunkt schlicht und ergreifend eine offene Wunde ist. Durch das „Folieren“ kann vermieden werden, dass Fremdkörper wie Bakterien in deine Wunde gelangen. Diese Maßnahme dient also (vor allem) dem Infektionsschutz.

Frisches eingewickeltes Tattoo
Quelle: @sashatattooing
Frische Aliens!

In den folgenden Absätzen erklären wir dir, wann du dein Tattoo in Folie einwickeln solltest und wann du dir und deiner Tätowierung auch mal eine wohltuende Pause zum Luftholen gönnen kannst.

Nach dem Termin:

Wir empfehlen dir, die Folie nach etwa drei Stunden zu wechseln. Zieh die Folie ab, wasch das Tattoo ohne Seife, Duschgel oder ähnlichem mit lauwarmen Wasser ab und creme es anschließend mit desinfizierten Händen wieder mit Wund- und Heilsalbe ein, ehe du es erneut in Folie packst. Die Haut ist gereizt und offen und benötigt etwa einen Tag, bis sie sich wieder schließt. Befestige die Folie mit herkömmlichen Verbandsklebeband. Die Folierung dient als Schutzfilm und sorgt dafür, dass die Haut darunter entspannen kann.

In der Nacht:

Während des Schlafens solltest du auf jeden Fall eine frische Folie tragen. Nicht nur, dass die frisch tätowierte Stelle allerlei Flüssigkeiten (Blut, Farbe, Wundwasser, …) entlässt und du auf diese Weise deine Bettwäsche verfärbst. Auch im Bett gilt es, die Wunde bestmöglich vor Eindringlingen wie Milben, Staub oder Bakterien zu schützen. Schließlich drehst du dich im Schlaf unbewusst und legst dich dabei womöglich auf dein Tattoo oder aber die Bettdecke tut es.

Am nächsten Morgen:

Wähle, wenn möglich, weite, gemütliche Kleidung, die nicht so eng anliegt, für den Tag danach aus. Grundsätzlich solltest du auch am nächsten Tag wieder deine Tätowierung wie oben beschrieben abwaschen, eincremen und einwickeln, sobald du das Haus verlässt. Bleibst du zuhause und hast keinen Kontakt zu anderen Menschen, lasse ruhig so lange es geht frische Luft an deine Wunde.

Unter Menschen und beim Sport:

Begibst du dich unter Menschen, packe dein Tattoo in jedem Fall wieder in Folie, damit nichts hineingelangt. Gleiches gilt für sportliche Aktivitäten. Vor allem dann, wenn du Kontaktsport betreibst. Am besten ist es jedoch, in der ersten Zeit komplett auf derlei Aktivitäten zu verzichten. Denn durch Schläge (z.B. beim Kampfsport oder auch Handball, Fußball etc.) auf dein Tattoo kann dein Motiv nicht nur einen optischen Schaden davontragen – es tut auch richtig weh.

Achte auf die Umgebung:

Je nachdem, wo du dich mit deiner frisch tätowierten Stelle hinbegibst, solltest du dein Motiv schützen. Dies gilt insbesondere dann, wenn du dich in dreckigen Umgebungen herumtreibst. Das fängt schon beim Gang zur öffentlichen Toilette an und endet beispielsweise an schmutzigen Arbeitsplätzen wie Müllhalden oder ähnlichem.

Zusammenfassung

Grundsätzlich solltest du dein Tattoo in Folie einwickeln, wenn:

  • du vom Tattoostudio zurückfährst
  • du schläfst
  • du enge Kleidung trägst
  • du in Kontakt mit anderen Menschen trittst

Grundsätzlich brauchst du dein Tattoo nicht in Folie wickeln, wenn:

  • du mindestens zwei Stunden zuhause bist
  • du duschst
  • du in lockerer Kleidung relaxt
  • du nicht im Kontakt mit anderen Menschen bist

Wie lange muss ich mein Tattoo in Folie wickeln?

Lettering Tattoo hinten am Fuß
Quelle: Instagram @inkfinity_tattoo_shop

Auf diese Frage gibt es, wie so oft, keine ultimativ richtige Antwort. Denn auch hierbei hängt es von der Beschaffenheit deiner Hautstruktur ab. Während manche schon nach wenigen Tagen aufhören können, ihr Tattoo in Folie zu wickeln, benötigen andere bis zu vier Wochen, bis ihre Tätowierung gänzlich ohne auskommt. Grundsätzlich kannst du davon ausgehen, dass du nichts falsch machst, wenn du deine Tätowierung mindestens ein bis zwei Wochen nach den oben beschriebenen Kriterien folierst. Die absolute Mindestdauer beträgt 24 Stunden.
Von einem gänzlichen Verzicht auf das Folieren raten wir dir dringend ab. Bedingt durch die bereits genannten Ausstöße kommt es neben den bekannten Risiken bei Lufttrocknung zu Krustenbildung.

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