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Schmerzatlas – wo tut‘s weh?

Wer schön sein will, muss leiden. Jeder von uns hat diesen Spruch schon mindestens ein Dutzend Mal gehört. Und irgendwie ist da ja auch was dran. Ob beim Abnehmen oder beim Tätowieren – Leiden ist angesagt. Doch obwohl jeder weiß, dass beim Stechen (etwa 130 Stiche pro Sekunde!) Schmerzen entstehen, treibt es Millionen von Menschen immer und immer wieder ins Studio. Das können doch unmöglich alles Masochisten sein! Und außerdem scheint der Schmerz dann ja doch nicht so brutal unmenschlich zu sein, wie es sich manche ausmalen. Oder deine Eltern dir weismachen wollen, um dir endlich diese Flausen aus dem Kopf zu treiben...

Halten wir jedoch folgendes schonmal fest:

1. Weh tut es immer!
2. Nicht überall tut es gleich weh!
3. An manchen Stellen tut es mehr weh, als an anderen!

Aber:

4. Vor- und Nachbereitung können helfen!

Wie doll was wo weh tut, hängt vom individuellen Schmerzempfinden des zu Tätowierenden ab. Grundsätzlich kannst du schonmal davon ausgehen, dass du an Stellen, an denen die Haut dünner ist und der Knochen direkt darunter liegt, mehr „Qualen“ einkalkulieren musst. Sprich: An den Rippen (hier trifft beides zu) oder an der Innenseite des Oberarms zur Achsel hin (sehr dünne Haut) tut‘s mehr weh als beispielsweise auf der anderen Seite des Oberarms oder an der Wade. Sehnen und Muskeln sind schließlich von Nerven durchzogen und damit empfindlicher als Stellen, an denen das Fett einen Puffer bildet. Im Folgenden siehst du eine kurze Zusammenstellung von Körperstellen, die wir vier Schmerzkategorien zugeordnet haben. Diese basiert auf Erfahrungen tätowierter Leute, stellt aber mit Blick auf die Individualität jedes Einzelnen dennoch keinerlei Garantie dar.

Wenig Schmerz: 
Handgelenk, Wade, Knöchel, Unterarm, äußerer Oberarm 

Etwas Schmerz: 
Schulter, oberer Rücken, vorderer Oberschenkel 
 
Mehr Schmerz: 
Ellenbogen, hinterer Oberschenkel, Brust, Knie 
 
Viel Schmerz: 
Kopf, Nacken, innerer Oberarm, Achsel, unterer Rücken, mittlerer Rücken, Po, innerer Oberschenkel, Kniekehle, Rippen, Fuß, Ohr, Lippe, Bauch, Hüfte, Hand, Finger, Genitalien

Damit der Schmerz so erträglich wie möglich bleibt und du dich auf deinen Termin freuen und dich dabei entspannen kannst, solltest du dich gut vorbereiten. Vermeide Stress und creme deine Haut Tage vorher regelmäßig ein, jedoch nicht am Tag des Termins selbst. Trinke zuvor keinen Kaffee, keinen Alkohol und nimm keine Drogen. Gehe vorher auch nicht ins Solarium. 
Nach dem Termin vermeide vier Wochen lang direkten Sonnenkontakt und gehe weder ins Schwimmbad noch in die Sauna. Weitere hilfreiche Tipps für die Pflege deiner Tätowierung findest du in unserem Beitrag „Tattoo in Folie packen“. 

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