FAQ zu Tattoo-Stilen

Hier findest du Beschreibungen zu vielen verschiedenen Tattoo-Stilen. 

Watercolor

Tattoos im Watercolor-Design scheinen als wären sie mit Wasserfarben auf die Haut gemalt. Sie zeichnen sich durch weiche, fließende Übergänge und zarte bis kraftvoll, leuchtende Farben, die in ihrer Intensität changieren, aus. Auf Outlines wird meist verzichtet, wodurch feste Formen aufgelöst werden und die Tattoos fast wie schwerelos wirken.

Black & Grey

Bei Black & Grey Tattoos wird auf bunte Farbe verzichtet und nur Schwarz in unterschiedlichen Abstufungen verwendet. Die Außenlinien werden meist in Schwarz und die Füllungen in Grautönen umgesetzt. Typischerweise entsteht der schwarz-graue Effekt, indem die schwarze Tinte mit destilliertem Wasser in unterschiedlichen Anteilen verdünnt wird. Durch Schattierungen und Strukturen werden 3D- und Realistic-Effekte erzeugt.

Blackwork

Bei Blackwork-Tätowierungen dominieren große, schwarz ausgemalte Flächen. Dabei weisen die Tattoos kaum Graustufen oder Schattierungen auf. Oft werden in dieser Stilrichtung viele grafische Elemente und harte Linien genutzt. Sie eignen sich besonders für Cover-ups. Eine extreme Form des Blackwork-Stils sind die Black-Out-Tattoos.

Tribal

Tribals haben ihren Ursprung in den alten Traditionen der Ureinwohner von Maori, Tahiti und Polynesien. Die Motive bestehen aus geometrischen Mustern und Formen und werden oft nur in Schwarz gestochen. Die Tattoos aus Tahiti und Polynesien bestehen aus klaren schwarzen Formen, wohingegegen die Maori Tattoos auch geschwungene Formen und Schattierungen enthalten.

Cover-up

Ein Cover-up ist ist keine eigenständige Stilrichtung. Bei einem Cover-up wird ein altes Tattoo durch ein neues überdeckt. Es ist nicht immer möglich, ein Tattoo vollständig zu überstechen. In der Regel ist das neue Tattoo größer als das vorherige. Je dunkler ein bestehendes Tattoo ist, umso schwerer ist es, dieses zu überdecken. Für die Aufhellung des Tattoos können vorherige Sitzungen bei einer Tattooentfernung ratsam sein. Wichtig ist eine gute Beratung durch einen Tätowierer. 

Dotwork

Dotwork-Tattoos bestehen nicht aus einzelnen Linien, sondern fast ausschließlich aus unzähligen winzigen Punkten. Zusammen ergeben alle Punkte ein Bild - ähnlich wie die Pixel bei einem Foto. Aus der Nähe betrachtet sind die einzelnen Punkte erkennbar. Dotwork-Elemente werden häufig bei Mandala-Tattoos verwendet. 

Fineline

Fineline-Tattoos gehören zu den neuen Tattoo-Stilrichtungen. Durch das Arbeiten und Schraffieren mit vielen feinen Linien werden die meist semi-realistischen Bilder sehr genau und detailliert dargestellt. 

Geometric

Bei dieser Stilrichtung werden im Wesentlichen Linien und geometrische Formen wie Würfel, Pyramiden oder Kreise verwendet. Durch Symmetrien und Dreidimensionalität können Tiefeneffekte entstehen. In der Regel werden Geometric-Tattoos mit schwarzer Tinte gestochen.

Japanese

Die Stilart Japanese wird vor allem durch die Wahl der Motive geprägt. Primär dienen Drachen, Koi-Karpfen, Geishas, Lotusblumen, Kirschblüten und viele weitere japanische Motive als Vorlage. Manchmal werden auch  japanische Schriftzüge in die Abbildung eingebunden. 

Lettering

Der Stil Lettering umfasst sämtliche Schriftbilder. Hierbei werden einzelne Wörter, Sätze und sogar ganze Texte unter die Haut gebracht. Häufig wird Schrift in Kombination mit weiteren Motiven verwendet. Die Auswahl der Schriftart sowie der Platzierung sind entscheidend für die spätere Lesbarkeit und Symmetrie des Tattoos.

New School (Neo Traditional)

New School, oder auch Neo Traditional genannt, orientiert sich an den Techniken des Old Schools. Hier wird mit vielen verschiedenen, knalligen Farben gearbeitet, welche durch starke Konturen voneinander abgegrenzt werden. New School-Tattos wirken oft wie Comic-Zeichnungen. Im Gegensatz zu Old School-Tattoos wirken sie weniger kitschig. Fantasievolle Motive und dynamisch gestochene Verläufe sind weitere Merkmale dieser Stilrichtung.

Old School (Traditional)

Die Stillrichtung Old School wird auch "Traditional" oder "American" genannt. Markante, schwarze Konturen, kräftige Farben, grobe Farbübergänge und Zweidimensionalität sind charakteristisch für den Old School Stil. Typische Motive sind Rosen, Herzen, Pin-up Girls, Banderolen, Wölfe, Indianer, Schädel und vor allem Anker und Schiffs-Abbildungen.

Permanent Make-up

Permanent Make-up (PMU), auch Conture Make-up genannt, bezeichnet eine kosmetische Pigmentierung von Hautstellen im Gesicht, bei der Farbpigmente in die oberste Hautschicht gestochen werden. Oft wird Permanent Make-up zur Konturierung der Lippen, zum Auffüllen der Augenbrauen oder für einen permanenten Lidstrich verwendet. Da die kleinen Farbpartikel nur etwa 0,8 bis 1,4 Millimeter tief in der Haut platziert werden, hält das permanente Make-up nicht dauerhaft wie eine Tätowierung, sondern muss - je nach Hautbeschaffenheit und Alter - nach zwei bis fünf Jahren erneuert werden. 

Realistic

Der Realistic-Stil ist eine moderne Tätowierkunst, bei der oft Portraits von Menschen oder von Tieren tätowiert werden. Als Vorlage dient meist ein Foto. Durch geschickte Strukturierung, einem hohen Detailgrad und der Verwendung verschiedener Schattierungen entsteht der Eindruck eines 3D-Effekts.

Trash Polka

Trash Polka ist eine recht junge Stilrichtung. Hier werden fotorealistische Abbildungen mit geometrischen Elementen kombiniert. Dabei wirken die Elemente wie Pinselstriche, die scheinbar willkürlich über das Motiv verteilt werden. Die Tattoos sind meist in schwarz-grau und rot gehalten. Oft werden hier kommunistische Motive des vergangenen Jahrhunderts genutzt.

Chicano

Der durch mexikanische und peruanische Einwanderer geprägte Tattoo-Stil Chicano zeichnet sich durch feine schwarzgraue Linien und einen realistischen Look aus. Oftmals werden Motive gewählt, die die Familie, die Kultur, Gefühle, religiöse Symbole oder persönliche Erinnerungen darstellen. Typische Symbole sind z.B. Totenköpfe, Waffen, Masken oder Frauen.